Alles über die Maine-Coon-Katze

Herzlich Willkommen bei Mainecoon-abc.de, einer Seite rund um die beliebte Katzenrasse Maine Coon. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Charaktereigenschaften, Pflege, Gesundheit, ihre Beschäftigung, die Maine Coon auf Ausstellungen und im Urlaub, das eigene Züchtenund natürlich auch Tipps für den Bezug von Maine-Coon-Katzen sowie Züchteradressen

Graugetigerte Maine-Coon-Katze

Doch zunächst einmal die …

Maine Coon im Kurzporträt

Maine-Coon-Katzen sind faszinierende Tiere, die sowohl durch ihr optisches Erscheinungsbild als auch durch ihre Intelligenz und Menschenbezogenheit überzeugen. Sie gehören zu den Katzenrassen, deren Vertreter sehr groß werden können. Das imposante Aussehen wird bei dieser Rasse zudem durch das halblange Fell noch zusätzlich verstärkt. Sie sind sehr verspielt, lieben die Gesellschaft ihres Menschen und überraschen diesen immer wieder auf ein Neues durch ihre Cleverness.

Kein Wunder also, dass Maine Coons zu den beliebtesten Katzenrassen gehören, und viele Menschen den Wunsch verspüren, diese Tiere selbst zu halten. Bevor auch Sie diesen Wunsch in die Tat umsetzen, sollten Sie sich allerdings umfassend über die attraktiven Halblanghaarigen informieren. Damit Sie diese Aufgabe bewältigen können, haben wir im Folgenden viele wissenswerte Fakten rund um Maine-Coon-Katzen zusammengestellt.

Verhaltensweisen

Typische Verhaltensweisen von Maine-Coon-Katzen zu kennen, ist für zukünftige Besitzer dieser Katzen aus mindestens zwei Gründen unverzichtbar. Zum einen können Sie sich durch diese Infos ein Bild davon machen, ob Maine Coons überhaupt zu Ihnen und zu Ihrem Leben passen. Zum anderen ist die Kenntnis der üblichen Verhaltensweisen immer eine gute Basis, um Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten zu erkennen: Ändert eine Katze ihr Verhalten plötzlich oder unterscheidet sie sich schon als Kitten stark von ihren Geschwistern, liegen oft entweder gesundheitliche Defizite vor oder die Katze wird nicht entsprechend ihrer Natur gehalten und ist somit unglücklich.

Die Maine Coon im Überblick
Die Maine Coon im Überblick

Aussehen

Mit dem Aussehen von Maine-Coon-Katzen werden Sie, wenn Sie sich für diese Katzenrasse interessieren, zwar schon ein wenig vertraut sein. Details zu kennen, ist allerdings für jeden Katzenliebhaber interessant und verrät viel mehr über die Geschichte der Tiere, als man zunächst denken mag. Wussten Sie beispielsweise bereits, dass Maine Coons über Schneeschuhe (Fellbüschel zwischen den Zehen) verfügen, die als perfekte Anpassung an kalte klimatische Bedingungen gelten? Ähnlich interessant wie das Erscheinungsbild der Katzen sind die Legenden, die sich um ihre Geschichte und ihren Ursprung ranken. In diesem Bereich gibt es viele Mythen, bei denen unter anderem romantische Figuren wie ein Seefahrer oder aber eine Prinzessin wichtige Rollen spielen, aber auch einige gesicherte Fakten, die Maine Coons nicht weniger interessant machen.

Erkrankungen

Auch Maine-Coon-Katzen können Erbkrankheiten aufweisen, die der Halter kennen sollte, damit diese möglichst frühzeitig diagnostiziert und ggf. behandelt werden können. Nur so können Sie Ihre Tiere verantwortungsvoll pflegen und bereits vor einem Kauf Krankheiten, für die es Tests gibt, bei Ihren Tieren ausschließen.

Ist Ihre Entscheidung schlussendlich tatsächlich zugunsten der Anschaffung eines kleinen Kätzchens oder einer ausgewachsenen Katze gefallen, lesen Sie am besten auch unsere Tipps für den Katzenkauf. Diese können Ihnen helfen, einen seriösen Züchter zu finden und möglichst gesunde Tiere zu erwerben, damit Sie lange Freude an Ihren  neuen tierischen Begleitern haben.

Herkunft und Geschichte

Die Faszination für Maine-Coon-Katzen ist derart ausgeprägt, dass sich viele Legenden um den Ursprung dieser Katzenrasse ranken. Viele dieser Geschichten erscheinen heutzutage fragwürdig. Fakt bleibt alleine, dass die Rasse an sich erst Anfang der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine gewisse Bekanntheit erlangen konnte. Alles rund um die Maine Coon spielte sich dabei zu Beginn in den USA ab. Erst Anfang der 1980er Jahre erreichte die Katzenrasse auch in Deutschland Anerkennung.

Sicherlich spielt bei der erschwerten Rasseanerkennung auch die Tatsache eine Rolle, dass Katzenrassen grundsätzlich schwerer voneinander zu unterscheiden sind als Hunderassen. Katzen erfüllen für den Menschen seit jeher lediglich zwei Aufgaben: Sie halten das Haus von Ungeziefer frei und leisten angenehme Gesellschaft. Die Aufgaben von Hunden sind hingegen sehr viel differenzierter (Schutz, Jagd, Gesellschaft, Hüten etc.), sodass sich die einzelnen Rassen mitunter sehr deutlich voneinander unterscheiden. So ist es schwieriger, Katzenrassen festzulegen und voneinander abzugrenzen. Und tatsächlich sieht die Maine-Coon-Katze zum Beispiel der Norwegischen Waldkatze sehr ähnlich.

Um die Geschichte der Maine-Coon-Katzen dennoch ein wenig genauer zu ergründen, haben wir im Folgenden wesentliche Informationen zu der Zuchtgeschichte und zu den Legenden zusammengestellt.

Zuchtgeschichte

Stammgebiet der Maine Coons sind die amerikanischen Neuenglandstaaten – allen voran selbstverständlich Maine. Der auch als The Pine Tree State bezeichnete Bundesstaat ist der östlichste der USA und liegt gleichzeitig weit im Norden der Vereinigten Staaten. Seit dem 19. Jahrhundert wurden die Maine Coons hier und bald schon in anderen Teilen der USA gezüchtet und es fanden sich viele Fans dieser Rasse.

Allerdings hielt dieser Hype um die intelligenten Halblanghaarkatzen zunächst nur rund ein halbes Jahrhundert an. Später, als man in den USA die Liebe zu den Maine Coons wiederentdeckte, musst die Zucht erst neu aufgebaut werden. Liebhaber setzten sich für die Anerkennung der Rasse ein. Dieses Ziel erreichte man bis Mitte der 1970er Jahre nahezu vollständig in den USA. Heute gibt es Maine-Coon-Katzen in vielen Teilen der Welt.

Ursprung und Legenden

Den Ursprung der Maine-Coon-Katzen vollends zu ergründen, ist bisher nicht gelungen. Es erscheint jedoch ratsam, ein wenig von den Mythen und romantischen Vorstellungen, die aufgrund der Faszination für die Katzenrasse entstanden sind, Abstand zu nehmen. Besinnt man sich auf das Wesentliche, ist es am wahrscheinlichsten, dass sich die Rasse in den USA entwickeln konnte, da Einwanderer ihre Haustiere mit in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nahmen. So konnten auch Katzen mit langem und halblangem Haar Amerika erobern.

Ergänzend wird oft darauf angespielt, dass sich die halblanghaarigen Katzen in Maine und dem Rest Neuenglands besser durchsetzen konnten als andere Rassen, da sie durch ihr Fell bestens auf das mitunter unwirtliche Wetter eingestellt waren. Selektion wäre hier durchaus eine Option, wer sich allerdings ein wenig mit Biologie auskennt, wird schnell bezweifeln müssen, dass sich die eingewanderten Katzen erst in den USA an das Klima angepasst haben. Eine Möglichkeit besteht allerdings darin, dass die Katzen, die als Vorfahren der Maine Coons gelten, nicht erst ins Land kamen, als die USA schon bestanden, sondern schon lange Zeit zuvor zusammen mit den Wikingern. In diesem Fall wäre der Zeitraum, in dem eine Selektion stattfinden konnte, zumindest etwas angemessener.

Auch wenn die vielen Legenden, die sich um den Ursprung der Maine-Coon-Katzen ranken, eher kritisch gesehen werden müssen, so sind sie doch sehr unterhaltsam. Es wird häufig auf Marie Antoinette referiert, die dafür gesorgt haben soll, dass ihre geliebten langhaarigen Katzen in die USA gebracht wurden. Oder aber auf einen Kapitän, der zufälligerweise Coon hieß und auf seinem Schiff Katzen mitgeführt haben soll. Es wäre allerdings schon ein sehr seltsamer Zufall, wenn die Katzen, die durch ihren buschigen Schwanz an Waschbären (Racoons) erinnern, auch noch einen Besitzer gehabt haben sollten, der diese Namensverwandtschaft aufwies. Die These, dass der Namensbestandteil „Coon“ ausschließlich auf der Ähnlichkeit zu Waschbären basiert, ist ohne Frage überzeugender, wenngleich sie auch nicht mit diesen verwandt sind, wie wiederum andere Legenden behaupten.

Berühmte Maine-Coon-Katzen

Die bis dato berühmteste Maine-Coon-Katze, die tatsächlich gelebt hat, ist zweifellos Hank the Cat. Der ehemalige Straßenkater aus dem US-Staat Virginia sorgte als Kandidat für den Senat der Vereinigten Staaten für Furore. Möglich wurde dies, weil seine Besitzer, die ihn aus dem Tierheim gerettet hatten, die erforderlichen 10.000 Stimmen für die Wahlaufstellung gesammelt hatten. Damit wollten sie zum einen den Wahlkampf in Virginia kritisieren und zum anderen den Tierschutz unterstützen. Letzteres gelang auch, die polititsche Karriere hingegen blieb Hank verwehrt. Er wurde kein Senator, sondern lebte bis zu seinem Tod 2014 als Privatier im Kreise seiner Familie. Seine offizielle Unterstützerseite ist allerdings immer noch online.

Auch in Literatur und Film finden sich Maine-Coon-Katzen, wenn auch nur in Nebenrollen. Im Kriminalroman Felidae von Akif Pirinçci trifft Francis, der Kater in der Hauptrolle, auf einen Maine-Coon-Kater namens Blaubart, dem Menschen übel mitgespielt haben. In den Harry-Potter-Verfilmungen wird die Hausmeisterkatze Mrs. Norris, im Buch als “staubfarben” beschrieben, von einer roten Maine Coon dargestellt.