Maine Coon alleine halten? Oder besser …

Ist die Maine Coon auch allein zufrieden oder braucht sie zu ihrem Glück einen Artgenossen? Wir beleuchten die verschiedenen Aspekte dieser Frage.

Fünf sind ein bisschen viel, aber sollten es mindestens zwei sein?
Fünf sind ein bisschen viel, aber sollten es mindestens zwei sein? (Bild: siehe Bildhinweise)

Tatsache ist, dass die Maine Coon ein sehr geselliges Tier ist. Wer selbst nur wenig zu Hause ist, sollte also dafür sorgen, dass seine Coonie nicht vereinsamt. Eventuell sind noch andere Personen im Haushalt, die sich um die Katze kümmern können. Ist dies nicht der Fall, sollten es zwei Katzen sein. Sie können Zeiten ohne menschliche Aufsicht besser überbrücken, haben aber auch mehr Ideen für Unfung, den sie anstellen könnten.

Einzelhaltung

Wie erwähnt liebt die Maine Coon Gesellschaft, von der sie geradezu abhängig ist. Soll sie lange alleinbleiben, bekommt ihr das mit Sicherheit nicht gut. Wer jedoch nicht jeden Tag außer Haus muss, kann durchaus eine einzelne Maine Coon halten. Er muss allerdings darüber im Klaren sein, dass es nicht genügt, die Coonie nur hin und wieder zu streicheln. Sie will auch wirklich beschäftigt sein. Und zwar genau dann, wann es ihr gerade einfällt.

Das kann manchmal sehr anstrengend sein, vor allem, wenn man gerade selbst dringend etwas zu tun hat. Für diese Fälle sollte man Spielzeug bereithalten, mit dem sich das Tier auch selbst beschäftigen kann. Dennoch sollte man sich zwischendurch Zeit nehmen, um mit der Maine Coon zu spielen und, wenn sie das möchte, zu schmusen.

Leben mehrere Personen im Haushalt, ist normalerweise immer jemand da, der sich um die Katze kümmern kann. Singles sollten sich vorab genau überlegen, ob sie wirklich soviel Zeit aufbringen können. Zwei Stunden pro Tag sollte man schon erübrigen können. Dafür wird man oft auch mit einem Stubentiger belohnt, der besonders anhänglich ist.

Mehrere Katzen

So anhänglich wie Katzen in Einzelhaltung werden Katzen, die mit anderen zusammenleben, nicht, sollte man meinen. In der Praxis kommt es aber sehr auf die einzelnen Persönlichkeiten an. Manche Miezen wollen auch dann sehr gerne und sehr oft mit ihren Menschen kuscheln, andere hingegen weniger.

Es ist auch nicht so, dass immer beide (oder) mehr Katzen gleichermaßen von der gegenseitigen Gesellschaft profitieren. Es gibt Eigenbrötler, die am liebsten ihre Ruhe haben möchten und sich von ihren Artgenossen gestört fühlen. Andere zerfleischen sich in Eifersucht, sind ständig darum bemüht, der anderen Katze eines auszuwischen.

Da die Maine Coon im Normalfall die Nähe ihrer Artgenossen sucht, muss die Zweitkatze zwar nicht zwangsläufig auch eine Maine Coon sein, aber doch zumindest eine Rasse, die als ähnlich gesellig gilt. Dann ist die Chance groß, dass die beiden zueinander finden. Am besten sind jedoch die Aussichten, wenn die beiden Katzen aus einem Wurf oder doch zumindest vom selben Züchter stammen.

Im Vorfeld sollte man prüfen, ob in der Wohnung auch genügend Platz für zwei oder mehr Katzen vorhanden ist. Gerade Maine Coons brauchen aufgrund ihrer Größe viel Raum und aller Geselligkeit zum Trotz wollen sie sich auch ab und an aus dem Weg gehen. Zudem müssen mehr Näpfe und eventuell eine weitere Katzentoilette aufgestellt werden.

Wie viele Katzen sollen es sein?

Bis zu drei Exemplaren gelten Haustiere noch als eine Kleingruppe, die auch von Laien gut zu handhaben ist. Was darüber hinausgeht, gehört in professionelle Hände. In der Regel wird sonst auch die Kapazität des durchschnittlichen Wohnraums gesprengt, es kommt zu größeren Eifersüchteleien und Unstimmigkeiten unter den Katzen.

Auch gestaltet es sich schwierig, sich gleichermaßen um alle Katzen zu kümmern. Zudem ergeben sich für Laien hygienische Probleme, die Gefahr für Infektionskrankheiten steigt. Wer dennoch mehr Katzen halten will oder sogar eine eigene Zucht aufbauen möchte, sollte sich im Vorfeld umfassend informieren und sich bei der Gestaltung der Räume von einem Profi beraten lassen.