Maine Coon in Not: Tierheime und Co.

Wer einer Maine Coon in Not helfen möchte, findet einige Anlaufstellen, die bedürftige Katzen dieser Rasse an neue Besitzer vermitteln.

Manche Maine Coons brauchen dringend Hilfe
Manche Maine Coons brauchen dringend Hilfe (Bilder: siehe Bildhinweise)

Wie kommt eine Maine Coon in Not?

“Maine Coon in Not” klingt sehr dramatisch, was es in einigen Fällen auch ist. Manchmal bedeutet es aber auch einfach, dass die Katze sehr schnell ein neues Zuhause braucht, weil sie in ihrem alten Heim plötzlich nicht mehr bleiben kann. Einer der häufigsten Gründe ist, dass der bisherige Besitzer stirbt oder in ein Senioren- bzw. Pflegeheim umziehen muss, in dem keine Haustiere erlaubt sind. Mitunter kann dies von einem auf den anderen Tag geschehen, so dass nicht genügend Zeit bleibt, die Katze frühzeitig in liebevolle Hände zu vermitteln. Die Mieze selbst ist dann öfter auch schon etwas betagt und findet nicht so leicht einen neuen Besitzer wie ein Kätzchen oder eine Jungkatze.

Zu Notfällen werden auch Maine Coons, die mit den besten Absichten gekauft wurden, ihre Besitzer aber dann doch überfordert haben. Sei es, weil sie generell auf Dauer keine Katze um sich haben können, die Pflege als lästig empfinden, oder sich die Maine Coon als doch zu groß für die Lebensverhältnisse herausstellt. Manche Besitzer geraten aber beispielsweise selbst in (finanzielle) Not, müssen an allen Ecken und Enden sparen sowie in eine kleinere Wohnung umziehen. Verantwortungsvolle Menschen geben ihre Katze in solchen Fällen zur Weitervermittlung an den Züchter oder ins Tierheim. Rücksichtslose Zeitgenossen setzen ihre Tiere aber auch einfach aus.

Dieses verabscheuungwürdige Verhalten zeigt sich vor allem während der Sommerferien. Passt das Haustier nicht in die Urlaubsplanung, wird es einfach wie Müll an einer Straße entsorgt oder in den Wald gebracht und sich selbst überlassen. Eine Katze wird nicht so schnell verhungern, da sie sich zu helfen weiß. Aber sie ist ein derartiges Leben nicht gewohnt, verwahrlost und ist unzähligen Gefahren ausgesetzt.

Manche Katzen holt aber auch das Veterinäramt von ihren Besitzern weg. Das passiert dann, wenn sich diese nicht ausreichend um ihre Schützlinge kümmern. Betroffen sind hauptsächlich sogenannte Tier-Messies (Tier-Horter), die sich Haustiere in übergroßer Zahl halten. So viele Tiere auf engem Raum leben meistens unter katastrophalen hygienischen Umständen und schon gar nicht artgerecht. Wird die Behörde auf die Zustände aufmerksam, bekommt der Halter bestimmte Auflagen, die er erfüllen muss: weniger Tiere, sauberes Umfeld und passendes Futter. Kommt er dem nicht nach, werden die Tiere abgeholt und nach Möglichkeit an neue Besitzer vermittelt.

In Not befinden sich auch Tiere, die noch nie einen Besitzer hatten. Straßenkatzen, oft aus südlichen Ländern mit Tötungsstationen, werden von engagierten Tierschützern gerettet, um sie unter anderem in Deutschland an treusorgende Katzenhalter zu vermitteln. Maine Coons finden sich allerdings eher selten unter wild lebenden Katzen.

Ein auf der Straße lebender Maine-Coon-Mix
Ein auf der Straße lebender Maine-Coon-Mix

Wie rettet man eine Maine Coon in Not?

Möchten Sie eine Maine Coon in Not retten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie bereits eine Maine Coon oder eine andere Katze besitzen, können Sie sich an den Tierarzt oder Züchter wenden. Diese haben manchmal Anfragen von Besitzern, die sich nicht mehr um ihre Tiere kümmen können. Dies sind beispielsweise ältere Menschen, die ihre Eigenständigkeit aufgeben müssen und ihre Samtpfote gut versorgt wissen wollen. Aber auch Menschen, die ihre Katze wegen einer Allergie abgeben oder aus beruflichen Gründen umziehen müssen oder einfach mit dem Tier überfordert sind. Sind sich solche Besitzer ihrer Verantwortung bewusst, wenden sie sich eben oft an ihren Tierarzt oder den Züchter, bei dem sie die Maine Coon gekauft haben. Bei diesem kann man sich auch für den Fall vormerken lassen, dass eine Maine Coon dringend ein neues Zuhause braucht.

Eine naheliegende Anlaufstelle ist natürlich das Tierheim. Hier kann man sich die Katzen genau ansehen und schon Kontakt mit ihnen aufnehmen. Katzen gibt es in diesen Einrichtungen immer in sehr großer Zahl, aber nicht unbedingt auch Maine Coons. Vielleicht verliert man hier sein Herz an eine Katze einer ganz anderen Rasse oder eine, die sich nicht zuordnen lässt. So bekommt diese ein neues Zuhause – und das ist ja dann auch sehr wünschenswert und schön.

Ins Tierheim gelangen übrigens auch die Katzen, die nicht direkt vom Tierschutzverein vermittelt werden konnten. Dieser kümmert sich um die wirklichen Härtefälle, das heißt: Tiere, die oft unmittelbar vom Tod bedroht sind. Die Tierschützer haben die betroffenen Katzen und Hunde entweder aus Tötungsstationen im Ausland gerettet oder Besitzern weggenommen, die ihre Schützlinge misshandelt haben. Genauso wie ihm Tierheim landen hier vermehrt Welpen aus illegalen Tiertransporten, die in der Regel sehr geschwächt und dehydriert sind. Wer gezielt einer solchen Katze helfen möchte, findet einen Tierschutzverein in der Umgebung.

Wer Wert darauf legt, speziell einer Maine Coon in Not zu helfen, kann auch im Internet ganz gezielt nach dieser Rasse suchen. Auf einigen Portalen lassen sich zu vermittelnde Katzen nach Rassen filtern wie beispielsweise bei Heimtierheim, Tiervermittlung und Schnauzen in Not.

Besondere Verantwortung

Wer eine Maine Coon in Not aufnimmt, sollte sich der besonderen Verantwortung bewusst sein. Die Tiere haben meist schon einiges durchgemacht, bis sie in der Notvermittlung landen. Deshalb verhalten sie sich gerade in der Anfangszeit vermutlich nicht immer so, wie man sich das wünschen würde. Der neue Besitzer sollte daher schon etwas Erfahrung mit Katzen und viel Geduld mitbringen. Bei den verschiedenen Vermittlungsstellen wird dies auch erfragt. Denn das Tier darf keine weitere Enttäuschung erleben und wieder zurückgegeben werden.

 

 

 

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