Das perfekte Maine-Coon-Futter

Maine Coons sind in der Regel gute “Esser”. Doch was soll in den Napf hinein? Brauchen diese Rassekatzen ein speziellles Futter? Nicht unbedingt …

Egal, ob Nass- oder Trockenfutter - es muss hochwertig sein
Egal, ob Nass- oder Trockenfutter – es muss hochwertig sein (Bild: Bildhinweise)

Grundsätzlich kann eine Maine Coon genau das fressen, was alle anderen Katzen auch zu sich nehmen. Und das sollte in erster Linie ein sehr hochwertiges Futter sein. Das bedeutet, dass man um das billige Sortiment in Supermarkt und Discounter einen großen Bogen macht. Wer seine Katze so natürlich wie möglich ernähren möchte, “barft”, indem er seiner Mieze nur artgerechtes rohes Futter verabreicht.

Woran erkennt man gutes und schlechtes Futter?

Richtig schlechtes Futter ist ganz schnell zu erkennen. Zuerst sollte der extrem günstige Preis stutzig machen, dann wird der Blick auf die Zutatenliste den Argwohn rechtfertigen. Inakzeptable Rezepturen weisen einen lediglich einstelligen Prozentsatz Fleischanteil auf. Mehr als vier Prozent ist meistens nicht drin, der Rest besteht aus Zusatzstoffen, Zucker, Schlachtabfällen und weiteren unappetitlichen Ingredenzien.

Ein Beispiel für gutes Futter mit hohem Fleischanteil
Ein Beispiel für gutes Futter mit hohem Fleischanteil (Foto: amazon)

Gutes Futter kostet etwas mehr, wobei aber nicht jedes teure Döschen automatisch von erlesener Qualität sein muss. Auch hier verrät die Zutatenliste das wahre Innenleben. Das hochwertige Futter hat in den meisten Fällen einen Fleischanteil von mindestens 60 Prozent. Beigemengt ist in der Regel Gemüse. Es enthält keinen Zucker, keine Farbstoffe und keine Zusatzstoffe.

Das wird ganz schön teuer, werden wohl Käufer von Supermarktware denken. Ja, etwas kostpieliger ist Premiumfutter schon, aber nicht so viel mehr, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die höhere Nährstoffdichte im guten Futter macht die Katze schneller satt, so dass sie insgesamt etwas weniger zu fressen benötigt. Angenehmer Nebeneffekt: Da sich im Futter nicht so viele unverwertbare Füllstoffe befinden, scheidet die Katze weniger aus. Der Unterschied macht sich bei der Reinigung der Toilette bemerkbar.

Nass- oder Trockenfutter?

Wenn die Katze das eine oder andere partout nicht fressen mag, hat sich die Frage schon entschieden. Sollte die Katze jedoch aufgeschlossen sein, kann der Besitzer nach seiner Vorliebe entscheiden. Für die meisten Menschen ist Trockenfutter angenehmer, da es nicht so penetrant riecht wie das Nassfutter, die Reste nicht weggeworfen werden müssen, und das Futter auch mal länger stehen kann, wenn niemand zu Hause ist.

Bedenken, dass bei Trockenfutter die Nieren angegriffen haben, sind nur bei minderwertiger Qualität angebracht. Bei Premiumfutter gibt es kaum Grund zur Besorgnis. Aber auch in diesem Fall sollte man darauf achten, dass die Katze genügend trinkt. Und hier sind wir schon beim ersten Punkt, der für Nassfutter spricht. Denn, trinkt die Katze generell zu wenig, sollte man ihr lieber kein Trockenfutter verabreichen. Das Gleiche gilt für Tiere, die bereits Probleme mit den Nieren haben.

Auch alte Katzen sind mitunter für Nassfutter dankbar, weil die Zähne für die knusprigen Stücke nicht mehr gut genug sind oder diese sich schlechter schlucken lassen als früher. Zwar gibt es auch für die Senioren spezielles Trockenfutter, doch Nassfutter ist unter den Umständen manchmal dennoch angenehmer. Das betrifft auch Katzen mit Halsschmerzen. Die bekommen sie, wenn sie sich oft übergeben haben, beispielsweise weil sie sich überfressen haben.

Brauchen Maine Coons spezielles Futter?

Futter für ausgewachsene Maine Coons
Futter für ausgewachsene Maine Coons (Foto: amazon)

Die Maine Coons benötigen kein Futter, das speziell auf ihre Rasse zugeschnitten wäre. Da sie zu Übergewicht neigen, muss man jedoch darauf achten, dass sie nicht zuviel fressen. Ein weiteres Problem ergibt sich aus ihrer überdurchschnittlichen Größe. Das Futter ist nährstofftechnisch eher auf die Größe von Hauskatzen abgestimmt. Da die Maine Coons mehr fressen als kleinere Katzen, kann es zu einer Überversorgung an Vitaminen und Mineralstoffen kommen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

 

Futter für Maine-Coon-Kätzchen
Futter für Maine-Coon-Kätzchen (Foto: amazon)

Der Futterhersteller Royal Canin trägt diesem Umstand mit einem Spezialfutter für Maine Coons Rechnung. Dieses ist jedoch trotz des Namens nicht explizit auf diese Rasse abgestimmt, sondern auf alle großen Katzen wie auch Ragdoll und Norwegische Waldkatze. Es ist aber fraglich, ob das tatsächlich notwendig ist. Ein Gespräch mit dem Tierarzt gibt Aufschluss.

Barfen – zurück zur Natur

Da Katzen in freier Wildbahn nicht aus der Dose fressen, entspricht die Fertignahrung nicht ihren natürlichen Gepflogenheiten. Das Prinzip des Barfens (BARF steht für “bones and raw food”) setzt auf eine möglichst ursprüngliche Ernährung der Katze mit rohem Fleisch.

Barfen hat für die Katze viele Vorteile, die in einer besseren Gesundheit und glänzendem Aussehen zum Ausdruck kommen. Auf diese Weise können auch Krankheiten vermieden und körperliche Beeinträchtigungen gemildert werden. Zudem weiß der Halter immer genau, was das Futter enthält. Nämlich nur das, was er seinem Tier verabreicht.

Genau an dieser Stelle ergibt sich das erste Problem. Es ist viel Wissen nötig, um die Katze mit selbst hergestelltem Futter optimal mit allen erforderlichen Nähr- und Mineralstoffen zu versorgen. Wer sein Tier auf Rohkost umstellen will, muss sich intensiv mit der Materie auseinandersetzen, um sich mit allen Konsequenzen dafür zu entscheiden. Mancher Katzenbesitzer ekelt sich auch vor dem Futterfleisch, was ein großes Hindernis sein kann.

Sind die Würfel für Barf gefallen, sollte man sich am besten einen Experten suchen, der mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Es muss sich herauskristallisieren, wie und was man genau füttert: alles selbst machen oder auf fertig zubereitetes Rohfutter zugreifen wie es im spezialisierten Fachhandel angeboten wird?

Auch die Katze selbst muss von dem neuen Futter erst noch überzeugt werden. Wie das gelingen kann und was man vorab schon über das Barfen wissen sollte, wird auf barf-gut.de beschrieben.

Allgemeine Informationen über die Vorteile des Barfens, gibt es auch in diesem Video: