Rassemerkmale

Imposante Größe und flauschiges Fell: Daran erkennt man eine Maine Coon auf den ersten Blick. Die genau festgelegten Rassemerkmale regeln nicht nur Aussehen, sondern auch Verhalten bis ins Detail.

Das majestätische Erscheinungsbild ist typische für die Maine CoonMaine Coon
Das majestätische Erscheinungsbild ist typisch für die Maine Coon (Bild: Bildhinweise)

Sie muss einfach nur schön sein, finden die meisten Halter einer Maine Coon. Wer jedoch selbst züchten oder mit seiner Coonie auf Rasseausstellungen reüssieren will, muss sich an den Rassemerkmalen orientieren.

Maine Coon – das Naturkind

Die Maine Coon zählt wie beispielsweise die Sibirische Katze und die Norwegische Waldkatze zu den Naturrassen. Das heißt, dass Größe und Aussehen dieser Katzen nicht nur selektive Zucht, sondern auf natürlichem Wege entstanden sind. Die Maine Coon ist quasi irgendwann mal einfach so aufgetaucht, wie sie ist.

Nachdem sie einige Zeit lang nicht so populär war, wurde die Rasse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt (s. auch unter Zuchtgeschichte). Die Rasse ist deshalb noch relativ jung, weshalb sie zu Beginn der erneuten intensiven Zucht lediglich beschrieben wurde. Inzwischen besitzen ihre Merkmale jedoch längst Vorschriftscharakter für Züchter und Ausstellungsteilnehmer.

Was sind Rassemerkmale?

Merkmale, die typisch für eine bestimmte Rasse sind und sie unter Umständen von anderen Rassen unterscheiden, werden als Rassemerkmale bezeichnet. Sie bilden den sogenannten Rassestandard oder Zuchtstandard. Darin wird hauptsächlich das Erscheinungsbild (Phänotyp), aber auch das Gesamtbild (Genotyp), zum dem auch bestimmte Verhaltensweisen gehören.

Die Rassemerkmale werden von einem anerkannten Dachverband wie beispielsweise der TICA (The International Cat Association) oder  der FIFe (Fédération Internationale Féline) festgelegt.

Die Rassemerkmale der Maine Coon

Laut FIFe ist die Maine Coon “eine natürliche Rasse mit liebenswürdigem Charakter, die ihren Ursprung in den “working cats” der Farmen von Nordost-Amerika hat”. Ihr allgemeines Aussehen wird als großformatig, mit breitem Brustkorb, starkem Knochenbau, einem langen hartbemuskelten rechteckigen Körper und einem langen wehenden Schwanz beschrieben. Anhand der einzelnen Körperteile geht der Rassestandard ins Detail:

  • Der Kopf ist von mittlerer Größe und zeigt eine kantigen Umriss. Die Stirn ist leicht gebogen, die Wangenknochen hoch. Das Kinn bildet eine senkrechte Linie mit Nase und Oberlippe.
  • Die Ohren stehen hoch oben am Kopf mit einer Ohrbreite Abstand dazwischen. Die Form der Ohren ist breit, wird gegen Ende schmaler, aber nicht spitz. Büschel an den Ohrspitzen und in den Ohren, die herausragen, sind typisch für die Maine Coon.
  • Die Augen sind groß, oval, leicht schräg gestellt und weit auseinanderstehend. Laut FIFe sind alle Farben erlaubt.
  • Der Hals ist vor allem bei Katern sehr stark und muskulös.
  • Der Körper soll einen gleichmäßigen, langen, rechteckigen Eindruck erzeugen, die Brust soll breit sein, die Muskulatur stark und hart.
  • Die Beine sind mittellang und kräftig, die Pfoten groß, rund und bebüschelt.
  • Der Schwanz soll mindestens so lang wie der Körper sein, am Ansatz breit, zum Ende hin spitzer werdend mit ständige wehendem Haar.
  • Das Fell ist dicht, an Kopf und Schultern kurz, über den Rücken länger werdend, an Schwanz, Hinterbeinen und Bauch lang. Zumindest bei Katern bildet sich eine Halskrause heraus. Es gibt alle Farben, von denen auch nahezu alle für die Zucht erlaubt sind.

Die detailreiche Beschreibung finden Sie bei unserer Quelle, auf der Seite der FIFe.

Was muss man bei Zucht und Ausstellungen berücksichtigen?

Wer Maine Coons züchten will oder mit ihnen Ausstellungen besuchen möchte, muss sich an den Rassemerkmalen orientieren. Je mehr typische Rassemerkmale eine Katze aufweist, desto wertvollere Tiere erhält man für die Zucht und desto mehr Punkte kann man bei einem Wettbewerb erreichen.

In beiden Fällen dürfen die Katzen keine zuchtausschließenden Fehler besitzen. Während bei einer Ausstellung lediglich das Wettbewerbsergebnis auf dem Spiel steht, steckt bei einer Zucht eine sehr große Verantwortung dahinter. Die Gene kranker Tiere werden unkontrolliert weitergegeben.

 

 

 

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